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    Kürzung der Einspeisevergütung

    Seit dem 1. Mai 2012 ist eine Änderung im Erneuerbare Energien Gesetz in Kraft, die die Vergütung der eingespeisten kWh für Photovoltaikanlagen merklich verändern wird. Durch eine Deckelung der Förderungsbeträge und deren flexible Gestaltung ist eine Unsicherheit im Markt ausgebrochen, die aber mit ein bisschen Überlegung und Planung abgefangen werden kann.
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    Die vor dieser Kürzung der Einspeisevergütung aktuelle Situation hat dafür gesorgt, dass unverhältnismäßig viele PV-Anlagen errichtet wurden, die geografisch bedingt nur relativ wenig zur Energieversorgung Deutschlands beitragen können. Durch die Einführung einer skalierenden Degression wird die Kürzung der Einspeisevergütung an realistische Gegebenheiten angepasst; je mehr Anlagen, desto geringere Vergütung; sprich Degression der Vergütungssätze.

    Kürzung der Einspeisevergütung

    Planung und Wirklichkeit

    Die Kürzung der Einspeisevergütung durch die erwähnte Degression ist notwendig geworden, um ein weiteres aus dem Ruder Laufen der Kosten und Nutzen zu verhindern. Die Photovoltaik besitzt den Vorteil der hohen Flexibilität der Anlagenplanung, da quasi jede Fläche, ob klein oder groß dafür verwendet werden kann. Durch die relativ hohen Sätze der Einspeisevergütung lohnte sich auch die Investition in kleinste Anlagen. Die Kürzung der Einspeisevergütung ist aber die notwendige Folge, wenn jede kWh aus der eigenen Anlage teurer verkauft werden kann, als der Einkauf derselben kosten würde.

    Durch die stufenweise Degression ab diesem Jahr wird nun die Realität an die erwünschten Ziele angepasst. Laut gesetzlicher Kürzung der Einspeisevergütung wird ab einem Zubau von mehr als 3500 MW im Jahr 2013 ein geringerer Satz pro Kilowattstunde gezahlt; dies gilt für alle Anlagen, nicht nur diejenigen über dem Schwellenwert. Laut Bundesnetzagentur sind allerdings mehr als doppelt so große Leistungen geplant, was wohl mit der Degression zu einer deutlichen Kürzung für neuinstallierte Anlagen führen wird. Alte Anlagen haben mit der Gültigkeit zum Installationszeitpunkt Bestandsschutz und werden die EEG-Umlage weiterhin hoch halten, dafür aber keine Degression oder eine Kürzung der Einspeisevergütung fürchten müssen.

    Investoren aufgepasst

    Eine Kürzung der Einspeisevergütung bedeutet nicht, dass die Photovoltaikanlagen nun plötzlich unrentabel werden, es ist nur mit geringerer Rendite zu rechnen, die mit optimaler Planung verringert werden kann. Die Degression ist bereits quasi fest geschnürt, da die Planungen größerer Anlagen meist mehrere Monate dauern und daher die Anmeldungen an die Bundesnetzagentur bereits geschehen sind. Die veröffentlichten Werte lassen erkennen, dass mit einer Kürzung der Einspeisevergütung zwar Verluste eintreten können, doch die Preise für die Module befinden sich ebenfalls in der Degression, sodass viel mehr Leistung pro Euro erwartet werden kann, als in früheren Jahren mit höherer Vergütung. Das Gesetz folgt also nur den Zeichen der Zeit und führt eine Degression mit einer Kürzung der Einspeisevergütung ein.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur de.SolarContact.com