Solarthermie Berechnung
Wie groß sollte eine Solarheizung sein?
Der Einsatz thermischer Solaranlagen hat in Deutschland auf breiter Basis Einzug gehalten. Umweltbewusstsein auf der einen, staatliche Förderprogramme mit positivem Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit auf der anderen Seite haben dazu ihren Beitrag geleistet. Inzwischen werden mehr als die Hälfte aller thermischen Solaranlagen in Deutschland nicht ausschließlich zur Warmwasseraufbereitung, sondern auch zur Unterstützung der Gebäudeheizung eingesetzt.
Gestaltet sich die Solarthermie Berechnung für die Warmwasserheizung verhältnismäßig einfach, so zeigt sich die Solarthermie Berechnung für die Unterstützung der Gebäudeheizung etwas aufwendiger.
Einflussgrößen: Kollektor, Speicher, Wärmebedarf
Für eine erste Solarthermie Berechnung zum wirtschaftlichen Einsatz genügen einige Richtwerte. Die thermische Solaranlage arbeitet immer dann besonders effizient, wenn die Sonne scheint. Dann kann besonders viel Wärme gewonnen werden. In der Regel ist aber genau dann der Heizungsbedarf besonders niedrig anzusetzen.
Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
Dasselbe gilt auch "vice versa" - zu Jahreszeiten, in denen die Gebäudeheizung benötigt wird, liefert die Solarheizung aufgrund der geringeren Sonnenenergie weniger Wärme. Diese Tatsache muss in der Solarthermie Berechnung einer gut dimensionierten Solarheizung Berücksichtigung finden. Ein ausgewogenes Konzept ist gefordert, welches die Kernparameter der Solarthermie Berechnung - dies sind Kollektordimensionierung und Größe des Solarspeichers - so optimal aufeinander abstimmt, dass die Anlage den individuellen Anforderungen gerecht wird. Nur eine maßgeschneiderte Solarthermie Berechnung überzeugt durch einen hohen Systemnutzungsgrad und stellt die Weichen für eine kurze Amortisierungszeit.
Faustformeln für die Solarthermie Berechnung
Häufig wird die Dimensionierung einer Solarthermieanlage für den Warmwasserbedarf zu Grunde gelegt. Der Wasserbedarf wird berechnet und die Planung an der solaren Deckungsrate ausgerichtet. Diese ist Indikator dafür, wie viel Prozent des Bedarfs an Energie durch die Solaranlage kompensiert wird. Als Faustformel gilt ein Jahresdurchschnittswert von rund 60 Prozent der Warmwasserbereitung.
Am Beispiel "Einfamilienhaus" lässt sich die folgende Berechnung anstellen: Die Warmwasserbereitung erfordert eine Kollektorfläche von sieben Quadratmetern. Basierend auf empirischen Erfahrungswerten gelten sodann die folgenden Multiplikationsfaktoren: Die Kollektorfläche wird zunächst mit dem Faktor 2 und sodann mit Faktor 2,5 multipliziert. Der Mittelwert aus beiden Multiplikationen wird als letztlich erforderliches Kollektorfeld für die Heizungsunterstützung gewählt. Für Solarspeicher gilt: 50 Liter pro Kollektor-Quadratmeter und 50 Liter Warmwasser pro Person.