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EEG-Fonds: IASS Potsdam will EEG-Umlage auf zwei Jahrzehnte konstant halten

Die IASS Potsdam will die EEG-Umlage mit dem "EEG-Fonds" revolutionieren | © IASS Die IASS Potsdam will die EEG-Umlage mit dem "EEG-Fonds" revolutionieren | © IASS

Der Ausbau erneuerbarer Energien werden vom Stromverbraucher mitfinanziert, so will es das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dies mag vielen ein Dorn im Auge sein, jedoch ist dies nötig, um die Technologie und den Kapazitätsaufbau auf lange Sicht zu fördern. Das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) stellt ein Konzept mit einem etwas anderen Ansatz vor: Energiewende mithilfe von EEG-Fonds.

Die Idee, die bisher angefallen Förderkosten aus dem EEG herauszunehmen, damit die Energiewende nicht ausschließlich über die Strompreise und somit vom Verbraucher finanziert wird, legten Prof. Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des IASS, und Prof. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung bereits vor einiger Zeit den Medien vor. Nun legt das IASS ein erstes Konzept zur Ausgestaltung eines EEG-Fonds in ihrer aktuellen IASS Studie „Der EEG-Fonds“ vor.

Für eine öffentliche Finanzierung spräche allem voran, dass die Neuausrichtung des Energieversorgungssystems ein strategisches gesamtgesellschaftliches Zukunftsprojekt darstelle. Die beiden Autoren haben ein Modell entwickelt, bei dem die Kosten für die Technologieentwicklung für Photovoltaik und Co. aus der EEG-Umlage herausgenommen werden und in einen EEG-Fonds ausgelagert werden. Die Kalkulation würde ein Fondsvolumen von rund neun Milliarden Euro im Jahr, innerhalb der ersten acht Jahre nach Einführung des EEG-Fonds, ergeben.

Im Anschluss würde das jährliche Volumen innerhalb weiterer zehn Jahre auf einen relativ konstanten Bedarf von zirka einer Milliarde Euro/Jahr, bis zum Jahr 2050 dann langsam auf etwa 0,6 Milliarden Euro/Jahr absinken. Dies hätte außerdem zur Folge, dass die EEG-Umlage nach der Einführung des EEG-Fonds auf einen Schlag um zwei Cent/kWh fallen würde. Danach würde sie zwar bis zum Jahr 2050 konstant wieder ansteigen, jedoch weitaus langsamer als ohne EEG-Fonds. Das Modell sagt voraus, dass die Umlage im Jahr 2033 etwa das Niveau von 2014 erreichen würde.

Das zweite Modell der IASS hakt im Fall einer nicht abgesenkten EEG-Umlage unter. Sollte dieser Fall eintreten, würde die EEG-Umlage dennoch bis 2033 konstant gehalten werden können und darüber hinaus würde das Fondsvolumen der ersten 20 Jahre vergleichsweise zum ersten Modell auf weniger als die Hälfte abfallen. Durch diese Modelle würden die, durch die Politik schwer vermittelbaren und nachvollziehbaren EEG-Umlagesteigerungen für beinahe zwei Jahrzehnte gänzlich vermieden.

Für weitere Informationen kann die IASS-Studie „Der EEG-Fonds“ auf der Seite des IASS kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

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