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Google zahlt eine Million Dollar an den Erfinder des kleinsten PV-Wechselrichters

Google zahlt eine Million Dollar an den Erfinder des kleinsten PV-Wechselrichters_Bild_Google_Inc.Langsam, aber stetig schleicht sich Google aus dem Online-Markt heraus und begibt sich auf neue Offline-Pfade. Vor einiger Zeit wurde die Multi-Milliarden-Übernahme vom Smart-Thermostat und Smart-Rauchmelder Hersteller Nest publik gemacht und kaum waren die Medien-Rauchwolken verzogen, machte Google immer mehr seine neue Zielrichtung klar: Den Eintritt in die heimischen Vier-Wände eines Jedermann. Erst im Juni stellte man auf der jährlichen Google-Entwicklerkonferenz „Google I/O“ neue Schnittstellen für Entwickler vor, die eine Verbindung zu sogenannten „Smart-Home“ Gerätschaften ermöglichen und vor allem vereinfachen sollen. Vor zwei Tagen machte Google erneut im Haushaltsbereich auf sich aufmerksam, denn der US-Großkonzern will eine Millionen an den Erfinder des weltweit kleinsten Wechselrichters auszahlen.

Google kooperiert mit IEEE – schüttet eine Million Dollar für Erfindung des kleinsten Wechselrichters aus

In einem offiziellen Blog-Beitrag von Google gaben die Kalifornier bekannt, dass man sich mit dem weltweit agierenden Berufsverband für Ingenieure, dem Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), zusammengetan und einen entsprechenden Wettbewerb ins Leben gerufen hat. Zielvorgabe des Wettbewerbs ist es, heutige Wechselrichter auf ein Zehntel des Volumens herunter zu schrumpfen, die dabei trotzdem noch eine Leistung von mindestens 50 Watt erreichen. Um den Wettbewerbsgeist ein wenig anzukurbeln bietet Google dem erfolgreichsten Entwickler eine Million Dollar als Gewinn.

Laut Forbes Magazine wendet sich Google an die Entwickler- und Erfinder-Community mit dem Vorsatz „mehr solarbetriebene Häuser zu ermöglichen, effizientere Stromnetzversorgung zu erreichen und dazu beizutragen, Elektrizität in die entlegensten Orte des Planeten zu bringen.“ So wurde in Kooperation mit dem IEEE die „LittleBoxChallenge“ geboren.

Google’s Project Loon war erster Schritt zur kompletten globalen Vernetzung

Google hatte bereits im vergangenen Jahr ein Projekt namens „Project Loon“ ins Leben gerufen, um die Versorgung von ländlicheren und abgelegeneren Gebieten mit Internet zu versorgen. Da eine terrestrische Vernetzung zu kostenaufwändig wäre, nutzte man gasgefüllte Ballons, die in die Stratosphäre gelassen wurden. An diesen Ballons kommt eine solarbetriebene Relaisstation zum Einsatz, die die Funkvernetzung gewährleistet. Das Projekt unter der Firmeninternen Forschungsleitung „Google X“ wurde mit rund 30 Testballons im Juni 2013 zum ersten Mal in Neuseeland umgesetzt.

Sofern sich Ingenieure oder Hobbybastler unter Euch der Sache gewachsen fühlen und eine Million Dollar verdienen möchten, könnt Ihr Euch unter www.littleboxchallenge.com nähere Informationen einholen und offiziell zum Wettbewerb anmelden.

Quelle, Bild & Video: © Google Inc.

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2 Kommentare

  1. Matze sagt

    Für den Markt ist diese Information sicherlich Fluch und Segen zugleich. Ein Fluch, da ein unfassbar finanzstarker Player und damit Konkurrent auf den Markt drängt. Ein Segen, da bis zu diesem Schritt eine Menge Leute sehr lange gerechnet haben werden, um festzustellen, dass man in diesem Sektor so viel Geld verdienen kann, dass sich ein Investment durch Google lohnt. Sie haben damit jeder Firma, die sich in diesem Bereich umtreibt gezeigt, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Wohlmöglich wurden zudem Investoren sensibilisiert in Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zu investieren.

    Es sollte natürlich niemanden wundern, dass Google darauf aus ist sein Portfolio zu erweitern. Spätestens nach den o.g. Aktivitäten im Bereich Smart-Home/-Meter, wurde offensichtlich, dass Google seine firmeninterne Definition von „Netzwerk“ erweitert hat.
    Egal ob von Google oder vom Mittelständler aus dem Erzgebirge entwickelt – diese Technologien sind gewünscht und werden über kurz oder lang Einzug in öffentliche und private Immobilien finden. Die Hoffnung, die man aus dieser Nachricht schöpfen kann, ist dass die Entwicklung durch die nahezu unerschöpflichen Mittel von Google erheblich beschleunigt werden kann.
    Es wird auch nicht lange dauern bis die ersten Rufe laut werden, dass die Damen und Herren aus San Francisco noch weiter in die Privatsphäre vordringen wollen. Ich würde diese Diskussion -zumindest in Bezug auf diesen Vorstoß Googles- jedoch gerne so weit in die Zukunft verschieben, bis sie relevant ist. Das Balg steckt noch nicht einmal in den Kinderschuhen. Momentan sucht Mama noch nach Papa. Virales Dating, wenn man so will.
    Und vielleicht Google ja noch jemand zuvor und spätestens dann war jede Aufregung unnütz.

  2. Polly Prissypants sagt

    Eigentlich eine schöne Aktion von google, aber spätestens wenn ich google höre, kann ich mein Misstrauen nicht mehr zügeln.
    Ich hoffe, dass derjenige, der letztlich die glorreiche Leistung erbringt diesen Mini-Wechselrichter zu erfinden, auch noch mehr von seiner Leistung hat als die eine Million Dollar. Sicherlich ist das sehr viel Geld, aber vermutlich nur ein Bruchteil dessen, was diese Entwicklung wert ist.
    Auf diesem Wege könnte google nicht nur den Gewinner der Ausschreibung, sondern vielleicht auch noch manch einem anderen, der seinen Entwurf guten Glaubens einreicht, seines geistigen Eigentums berauben. Ein Patentantrag ist leider sehr teuer.
    Aber vermutlich ist für den Gewinner ein hochdotierter Job bei google mit inbegriffen. Und als Arbeitgeber soll google ja wirklich nicht zu verachten sein.

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