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Reinigungsroboter begeistert durch niedrige Kosten

Reinigungsroboter löst Effizienzproblem für PV-AnlagenReinigungsroboter sind unlängst kein Novum mehr in der Branche. Von einigen skeptisch beäugt in Hinsicht auf Kosten und Effizienz, weiß die Technik andere zu begeistern. Der Ingenieur Ridha Azaiz  weiß, wie man die Skeptiker für sich gewinnt. In dem man die Kosten- und Effizienzfragen einfach löst.

Eine verschmutzte Solaranlage erbringt nach neuesten Studien nur noch zwei Drittel ihrer Leistung. Erst wenn man den Anstellwinkel unter 15° Neigung feststellen würde, soll die Verschmutzung etwa Null entsprechen. Eine Reinigung an sich kann den Ertrag um bis zu 10% steigern. Um eine mühselige Reinigung per Hand auf Dachanlagen zu umgehen, erfand der Maschinenbaustudent Ridha Azaiz seinen Putzroboter für Solaranlagen – den Solarbrush. Die erste Idee kam ihm vor fast 16 Jahren, als er mit 13 Jahren die heimische Solaranlage genervt reinigen sollte. Die Tüftelei an seinem Prototypen brachte ihm 1998 bei Jugend forscht und in Fernsehberichten erste Aufmerksamkeit.

Die Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf und mittlerweile ist der Solarbrush in den sogenannten „Sunbelt Countries“ sehr beliebt. In sonnenreichen Ländern wie Marokko und Saudi Arabien, aber auch in den amerikanischen Bundesstaaten Arizona oder Kalifornien sind Photovoltaikanlagen am effizientesten. Der Nachteil in diesen Gebieten ist die große Trockenheit, die den Ertrag eines Solarkraftwerks mindern können. Die idealen Bedingungen für den Solarbrush Reinigungsroboter. Dieser hebt sich von der Konkurrenz ab, in dem er auf Bürstenreinigung statt auf Wasser- und Spülmittelreinigung setzt. Andere Reinigungsroboter benötigen Pumpen und Rohrleitungen, die die Geräte träge, schwer und teilweise so teuer wie einen Kleinwagen machen. Der Bürstenroboter kostet dahingegen lediglich rund 3.000 Dollar. Wo andere Roboter mit Wasser und chemischen Mitteln waschen und putzen, bürstet der Solarbrush Sand und Staub solange vor sich her, bis dieser in den Montagelücken zwischen den PV-Modulen zu Boden fällt.

Mit dem Solarbrush begeistert Ridha Azaiz momentan auch wieder bei sämtlichen Nachwuchswettbewerben. So wie zuletzt beim Start-Up Wettbewerb „hy! Berlin“, wo Azaiz die Jury ins Schwärmen geraten ließ: „Das Tolle daran: Klare Problemlösung, sehr zielgerichtet und spezifisch,“ so Investorin Esther Dysten über die Fokussierung des Projektes. Nun fiebert Ridha Azaiz dem nächsten Wettbewerb entgegen, dem „Code_n Award“, der auf der CeBIT am 07. März verliehen wird.

Bild: Solarbrush

Pascal

Online-Redakteur bei SolarContact
Pascal ist Online-Redakteur für SolarContact - dem Verbraucherportal zu Solaranlagen und Solarenergie.

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Verfasst am 25.02.2013 von Innovationen, Photovoltaik, Technik

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